Rechts­staat erleben

Die Vermittlung von Rechts­be­wusstsein und Rechts­themen bei Schülerinnen und Schülern ist über den Rechts­kun­de­un­ter­richt an Schulen hinaus wichtig. Politik­ver­dros­senheit und Erosion des Rechts­be­wusst­seins sind verstärkt Gegen­stand öffent­licher Debatten. Intoleranz findet dort seinen Platz, wo man die Rechte anderer nicht kennt und sie oft nur deswegen nicht akzep­tiert. Das Projekt „Anwältinnen und Anwälte in die Schulen” engagiert sich dagegen.

Dabei gehen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte ehren­amtlich in die Schulen, um die Schülerinnen und Schüler über verschiedene Rechts­themen zu infor­mieren und auch konkrete Lebens­hilfe zu leisten.

Die Themen­pal­lette ist dabei bewusst breit gefächert. Sie umfasst das Straf­recht, wo Schüler und Schülerinnen wichtige Straf­tatbestände kennen­lernen sollten, sowie das straf­recht­liche Ermitt­lungs­ver­fahren von der Tat bis zur Verur­teilung. Weitere Schwer­punkte sind das Zivil­recht und das Öffent­liche Recht.

Ziel des Projekts ist es, Interesse am Recht zu wecken, Rechts­be­wusstsein zu schaffen und dadurch die Recht­streue zu stärken. Aber auch ganz konkret leistet das Projekt Lebens­hilfe: So soll über Stalking und Cybermobbing, das Handy­verbot an der Schule, Handy­verträge, illegale Downloads von Musik­titeln und Filmen, das Lehrer-Schüler-Verhältnis und vieles mehr aufgeklärt werden. Hierdurch erfahren Schülerinnen und Schüler etwas über ihre eigenen Rechte – und lernen so die Spiel­regeln der Gesell­schaft kennen.